Was ist Osteopathie?

.

Der Amerikaner Andrew Tayler Still (1828-1917) entwickelte ab 1874 die Osteopathie.  Die Natur war für ihn der höchste Ausdruck an Vollkommenheit.  Er  sah sich selbst als Feinmechaniker, der dem Körper optimale Rahmenbedingungen ermöglichen kann. 

Die Osteopathie hat den Grundsatz, dass die Natur das Pferd so geformt hat, dass es gesund alt werden kann. Durch Nutzung, Haltung, Fütterung etc. kann dies aus dem Gleichgewicht geraten und sich auf den Bewegungsablauf unserer Pferde einwirken. 

 Ein Osteopath muss bei der Behandlung des Patienten jede einzelne anatomische Struktur mit seinen Händen erfühlen und sie auf ihre Funktion hin überprüfen. 

 Zudem ist es wichtig,  nicht nur lokal zu behandeln, sondern das Pferd im Gesamten und als funktionelle Einheit zu betrachten.

Er ertastet Einschränkungen in der Beweglichkeit der Gelenke und Muskeln und löst diese durch spezielle Techniken.

Dadurch kann die Osteopathie zur Vorsorge von Krankheitsgeschehen eingesetzt werden, aber auch zur Behandlung von akuten Einschränkungen des Bewegungsapparates und bei chronischen Erkrankungen. 

Bei folgenden Indikationen ist es sinnvoll einen Osteopath außerhalb der Vorsorge zu konsultieren:


  • Taktfehler
  • Steifheit beim Reiten oder Longieren
  • Unwilligkeit, sich auf einer oder beiden Händen zu biegen
  • Rittigkeitsprobleme, bei denen Fehler des Reiters ausgeschlossen werden können
  • Leistungsabfall
  • Wesensveränderungen
  • Nutzungsänderungen
  • nach einem Unfall oder Sturz
  • Verweigern am Hindernis, für das keine andere Ursache ermittelt werden kann
  • Lahmheiten (vorher vom Tierarzt abgeklärt)
  • nach Geburten
  • Anzeichen von Schmerz vor, während oder nach der Arbeit
  • Probleme beim Hufe aufnehmen
  • im Zuge einer Rehabilitation, zum Beispiel nach einer Operation oder Verletzung
  • Rückenprobleme